Potrait Friedrich Schächter

Fortschrittsbericht über die Forschungsarbeiten
am Projekt Friedrich Schächter

www.friedrich-schaechter.at bzw. www.friedrich-schächter.at 

Die Webseite wurde im Grundkonzept an der Donauuniversität Krems mit Studierenden des Departments Interactive Media Management erstellt und 2014 lanciert: neben seinem Lebenslauf wurden als Menüpunkte Exilant, Erfinder, Unternehmer und Künstler gewählt.

Die inhaltliche Erweiterung mit Fotos, Originaldokumenten und Texten erfolgt seither kontinuierlich. Einige Artikel über Schächter als Erfinder und Unternehmer wurden neu erstellt und ins Französische übersetzt. Einige eingescannte Bilder, gemalt von Schächter aus der Sammlung Gutruf zeigen seine große künstlerische Begabung.

In Form einer Zeitleiste wird sein Leben mit Originalfotos und Archivmaterial anschaulich gemacht.

Diese Homepage wird von einem ehemaligen Studierenden an der Donauuniversität betreut.

Auch eine Übersetzung der wichtigsten Lebensstationen ins Englische und Schwedische ist bereits in Planung.

Die Archivarbeit

Zu Beginn wurde eine erste grobe Bestandsaufnahme der über 100 Karton, sowie eine digitale Indexierung vorgenommen. Für Reisedokumentation, Zeitungsberichte und Patenterteilung wurde bereits eine eigene Datenbankstruktur erstellt.

Über 30 Interviews mit ehemaligen Mitarbeitern, Familienangehörigen und Freunden wurden geführt und transkribiert. Zahlreiche Einzelheiten aus diesen Gesprächen geben Einblick in Schächters Denk- und Arbeitsweise.

Daraus entstanden der tabellarische Lebenslauf, ein erstes Buchkapitel und einige Zeitungsartikel.

Die Forschungsarbeit

  1. Zwei Forschungsreisen nach Stockholm und Paris
    • Forschungsreise Stockholm und Arninge, Juli 2015: im „Riksarkivet Stockholm“ und im „Jewish Archive Arninge“ konnten über 300 Dokumente, Briefe, Fotos und behördliche Schriftstücke aus seiner Exilzeit von 1939 bis 1955 eingesehen und exzerpiert werden, die wertvolle Erkenntnisse zu den Wurzeln seiner Erfindertätigkeit gaben.
    • Forschungsreise Paris und Clichy, Mai 2016: In der Zentrale des internationalen Konzerns BIC in Clichy war Gelegenheit den Sohn von Marcel Bich, François Bic zu interviewen. Daraus konnten einige wertvolle Details zu seinem Schaffen gewonnen werden.
  2. Dissertation
    • Im Rahmen des Doktorratsstudiums an der Wirtschaftsuniversität Wien, Institut für Wirtschafts-und Sozialgeschichte, Arbeitstitel der Dissertation „Friedrich Schächter. Exilant, Erfinder, Unternehmer, Künstler“ erfolgt die wissenschaftliche Aufarbeitung.

Wer unterstützt mich?

Die Forschungsarbeit führe ich neben meiner 2/3 Lehrverpflichtung alleine durch; pro Woche stehen 12-16 Stunden dafür zur Verfügung. Mit Hilfe der Subvention des Landes Niederösterreich konnte eine Assistentenstelle (geringfügige Anstellung) geschaffen werden. Die Arbeit wird finanziell durch eine Subvention des Landes Niederösterreich und eine substanzielle Spende eines privaten Mäzens getragen. Mit einer privaten Spende können freie Mitarbeiter im Archiv gegen Honorar arbeiten, sowie einzelne Übersetzungen aus dem Finnischen (Zeitungsartikel) und Schwedischen(Zeitungsartikel, Dokumente aus der Exilzeit) beauftragt werden.

Die Experten von Archiversum (www.archiversum.com ) halfen bei der ersten Datenbankstruktur. Mit der Hilfe ihrer Archivboxen konnten unwiederbringliche Originaldokumente professionell gesichert und aufbewahrt werden.

Was ist geplant?

Die umfangreiche Forschungsarbeit wird sicher noch weitere 2 Jahre in Anspruch nehmen. Der erschlossene Nachlass soll -- wie von Schächter vor seinem Tode gewünscht -- einer wissenschaftlichen Institution übergeben werden.

Veranstaltung mit Vortrag auf Einladung der Österreichischen Gesellschaft für Exilforschung.

Präsentation im Rahmen des Vereins maezenatentum.at im Atelier von Gerhard Gutruf in Anwesenheit der Familie Schächter.