Alexander Wagendristel

Alexander Wagendristel schreibt an einer Familienoper im Auftrag einer Mäzenin. Lieblingslieder des Beschenkten werden zitiert sein, Familienmitglieder und Profis bilden das Ensembles bei der voraussichtlichen Uraufführung im Mai 2010.

Alexander Wagendristel wurde 1965 in Wien geboren. 1980-1990 studierte er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien: Flöte bei Werner Tripp, Komposition bei Friedrich Neumann, Heinrich Gattermeyer und Erich Urbanner. Beide Studien schloss er mit einstimmiger Auszeichnung ab. 1988 besuchte er die Darmstädter Ferienkurse für neue Musik und einen Meisterkurs von Aurèle Nicolet.

Seit 1987 ist er 1. Flötist im Orchester der Vereinigten Bühnen Wien. 1988-1992 war er Mitglied der Improvisationsgruppe “Things of NowNow“, 2002 gründete er mit Roland Freisitzer und Thomas Heinisch das „ensemble reconsil“, das sich der Aufführung neuester Musik widmet. Er gewann den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb “Neue Hausmusik“, den 3. Preis beim Kurzopernwettbewerb der Neuköllner Oper Berlin und erhielt Förderungspreise der Stadt Wien, des Landes Niederösterreich, der Theodor Körner-Stiftung und des Wissenschaftsministeriums sowie ein Staatsstipendium für Komponisten.

Seine Werke wurden in Österreich (u.a. bei wien modern, steirischer herbst, hörgänge, ZeitgeNÖssischer Herbst, Klangbogen), Deutschland, Italien, der Schweiz, Slowenien, Mazedonien, Tschechien, Ungarn, Bulgarien, Ägypten, Taiwan und in den USA aufgeführt. 1995 hatte seine erste Oper „Der Narr“ sehr erfolgreich Premiere im Schloßtheater Schönbrunn, ebenso 1999 seine Kantate „A house that tries to be haunted“ als Auftragswerk des Wiener Musikvereins. 2001 wurde sein Klavierkonzert „TYPHON“ beim Kompositionswettbewerb der IGNM ausgezeichnet und 2002 bei der XV. Langen Nacht der Neuen Klänge uraufgeführt, wo er auch als dritter Flötist weltweit (nach Karl Bernhard Sebon und Robert Aitken) den Solopart im Flötenkonzert von Rainer Bischof spielte.